Promovieren in Geschichte, Theologie & Philosophie

Wie viele promovieren?
Nur wenige. Schaut man die einzelnen Fächer an, sind es in Theologie mit rund 20 Prozent der Absolventen noch relativ viele. In Geschichte und Philosophie ist die Quote nach Berechnungen des DZHW nur halb so hoch: 10 von 100 Absolventen schreiben eine Doktorarbeit.
Was erwartet einen?
Immerhin zwölf Prozent der promovierenden Geistes-, Sozial- und Politikwissenschaftler schreiben laut Deutschem Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) ihre Doktorarbeit in einem Graduiertenkolleg oder an einer Graduiertenschule. In Unternehmen promovieren Geisteswissenschaftler laut DZHW überhaupt nicht. Die meisten promovieren als wissenschaftliche Mitarbeiter für einen Prof.
Rund 80 Prozent der Doktoranden der Geisteswissenschaften sagen laut DZHW, sie würden weitgehend auf sich allein gestellt arbeiten. Historiker verbringen die meiste Zeit dort, wo Zeugnisse der Geschichte aufbewahrt werden, in öffentlichen und privaten Archiven oder Bibliotheken.

Je nach Thema kann dies das Bundesarchiv, das Deutsche Tagebucharchiv oder das Archiv der Sozialen Bewegungen in der Roten Flora in Hamburg sein. Quellen sind für Historiker das A und O. »Wenn man keine findet oder die Quellen überhaupt nicht weiterhelfen, kann das schon als Krise wahrgenommen werden«, sagt Thorsten Logge, Juniorprofessor für Public History an der Universität Hamburg. »Andererseits kann es auch ein wichtiger Teil des Arbeitsprozesses sein, einmal nichts zu finden.« …

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