Müllmix als Spiegel der Stadt

Mit Baggern und Bohrern rückten Arbeiter in Amsterdam vor, um eine neue U-Bahn-Linie zu bauen. Dabei war ein Archäologenteam um Peter Kranendonk, das so zu überraschenden Entdeckungen kam: Im Abfall aus mehreren Jahrhunderten stießen sie auf 700 000 Objekte. 9500 von ihnen sind in der gerade eröffneten Station Rokin in langen Vitrinen zu sehen. Von Steinäxten der Glockenbecherkultur über Keramikscherben aus dem 17. Jahrhundert bis zu Mobiltelefonen.
Herr Kranendonk, warum ist Amsterdam ein guter Ort für Ausgrabungen?
Zwar ist Amsterdam keine besonders alte Stadt, sie wurde erst um 1200 nach Christus gegründet. Aber sie ist schnell gewachsen, war im 17. Jahrhundert eine der wichtigsten Metropolen Westeuropas. Unsere Fundstellen, Damrak und Rokin, liegen unter dem Fluss Amstel, genau in der Stadtmitte…

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